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Claude Code Workflow

Methodik, Regeln und Templates für die Arbeit mit Claude Code in echten Projekten — ohne dass der Assistent stillschweigend Schaden anrichtet.

In einem Satz: Ein leichtgewichtiges Regel- und Template-Set, mit dem du Claude Code in produktiven Repos sicher und reproduzierbar einsetzen kannst — mit deutlich weniger Setup-Reibung.

English version


TL;DR

  • rules/ — direkt einsatzbereite Regeln für ~/.claude/rules/, die typische KI-Failure-Modes hart begrenzen (zu große Dateien, Code-Duplication, Pfad-Raten, UI-Library-Missbrauch).
  • methodology/ — sechs Patterns aus echter Projekt-Erfahrung: Session-Start/Ende-Protokolle, Reality-Check, geschützte Pfade, Schreibschutz-Policies, Stop-Hook-Pattern.
  • templates/CLAUDE.md.template, .env.example, settings.example.json zum Bootstrappen eines neuen Projekts mit diesen Patterns.
  • Fertiges CLAUDE.md-Template mit ${ENV}-Platzhaltern.env einmal füllen, projekt-spezifische CLAUDE.md in Sekunden generieren, kein Leerseiten-Setup-Schmerz.
  • docs/ — wie die Schichten zusammenspielen und Verhältnis zum Schwester-Repo claude-code-guardrails.
  • skills/ — 11 kuratierte, generische Claude-Code-Skills (Setup, Session-Disziplin, Audit, sichere Arbeitsweise).

Das ist Methodik + Templates. Kein Tool. Kein Plugin. Kein npm install.

Scope

Dieses Repo deckt Workflow und Templates für Claude Code ab. Du bekommst:

  • Ein wiederholbares Setup, das du in jedes neue Projekt kopierst (CLAUDE.md, Settings, Rules).
  • Harte Grenzen für typische LLM-Failure-Modes (Dateigröße, Duplikate, Pfad-Raten).
  • Ein Onboarding-Ritual (Session-Start- / Session-Ende-Protokoll), das zwischen Sessions trägt.
  • Templates mit ${ENV}-Platzhaltern, damit projekt-spezifische Werte aus der Methodik draußen bleiben.

Was das Repo nicht abdeckt:

  • Den harten Destructive-Op-Block — siehe claude-code-guardrails.
  • Projekt-spezifische Deploy-Skripte, CI/CD, Infrastruktur.
  • Tech-Stack-spezifische Patterns über die enthaltenen Rules hinaus (FastAPI, Astro etc. leben in eigenen Skill-Packs).

Für wen ist das?

  • Solo-Devs, die Claude Code parallel auf mehreren Projekten nutzen und einen einheitlichen Workflow wollen — ein mentales Modell für viele Repos, statt pro Projekt neu konfigurieren.
  • Kleine Teams, die KI-generierten Code reviewen und automatische Hard-Limits statt manuelles Mahnen wollen.
  • Agenturen / Werkstätten, die Multi-Projekt-Setups standardisieren und Templates statt Boilerplate wollen.

Gemeinsame Eigenschaft: Du hast schon erlebt, wie Claude eine Datei auf 1500 Zeilen aufpumpt, einen Pfad halluziniert, oder ein Verzeichnis „aufräumt", das nicht angefasst werden sollte. Du willst das verhindern.

Welches Problem löst das?

Failure-Mode Ohne diese Patterns Was du mit ihnen bekommst
KI hängt immer mehr an dieselbe Datei → 2000-Zeilen-Monolith Manuelles Mahnen, Post-hoc-Refactor rules/file-size-limits.md setzt harte Grenzen pro Dateityp
Dieselbe Logik in 5 Files dupliziert Fällt im Review auf — manchmal rules/code-quality-patterns.md schreibt DRY + Shared Helpers vor
KI erfindet Pfade bei Unsicherheit „Ich speicher das mal nach ~/Dokumente/…" rules/skills-before-guessing.md zwingt zur Rückfrage
Spec sagt X, Repo-Stand ist Y, KI baut nach Spec Destruktive Korrekturen methodology/reality-check-pattern.md schreibt 3-Zeilen-Check vor
Production-Op gemacht (Cron, SSH-Key) aber nicht dokumentiert Wissen geht zwischen Sessions verloren methodology/session-end-protocol.md fordert expliziten Archiv-Eintrag
KI „räumt" Design-Quellen / Archive auf Echte, unwiederbringliche Verluste methodology/protected-paths-pattern.md + Hook + permissions.deny
CLAUDE.md wird zur Halde aus Operativem + Chronik + Strategie Niemand findet was methodology/write-protection-policies.md trennt nach File-Policy
Leerer-Setup-Schmerz bei jedem neuen Projekt CLAUDE.md immer wieder von null templates/CLAUDE.md.template mit ${ENV}-Platzhaltern

Was bringt dir das konkret?

  • Weniger Produktionsrisiko: Hooks, geschützte Pfade und Schreibschutz-Policies machen „Oops, ich habe das falsche Verzeichnis gelöscht" extrem unwahrscheinlich.
  • Weniger Review-Zeit: Die Rules verhindern 2000-Zeilen-Monolithen, Copy-Paste-Logik und wilden UI-Library-Einsatz schon bei der Generierung — nicht erst im Review.
  • Weniger Setup-Reibung: Neue Projekte starten mit einem fertigen CLAUDE.md, konsistentem Workflow und reproduzierbaren Settings statt ad-hoc-Prompts.

Kurz: Risiko runter, Zeitersparnis, weniger kognitive Last beim Wechsel zwischen Projekten.

Wie nutzen

Variante A — schrittweise einzelne Teile übernehmen

  1. rules/*.md nach ~/.claude/rules/ kopieren. Fertig — wirkt ab nächster Session.
  2. Ein oder zwei Methodik-Dokumente lesen, die zum aktuellen Schmerz passen (Start mit reality-check-pattern.md).
  3. Beim nächsten Projekt-Start: templates/CLAUDE.md.template ins Projekt kopieren, Platzhalter füllen.

Variante B — komplettes Setup für neues Projekt

  1. Dieses Repo klonen.
  2. claude-code-guardrails klonen für den Destructive-Op-Hook.
  3. rules/*.md~/.claude/rules/.
  4. claude-code-guardrails/hooks/block-destructive.sh~/.claude/hooks/.
  5. In deinem neuen Projekt:
    • templates/CLAUDE.md.templateCLAUDE.md.
    • templates/.env.example.env, Werte einsetzen.
    • templates/settings.example.json.claude/settings.json, Pfade anpassen.
    • ${PLATZHALTER} in CLAUDE.md durch Werte aus .env ersetzen — siehe Platzhalter ersetzen unten.
  6. methodology/session-start-protocol.md einmal lesen. Verinnerlichen.

Wie .env aussieht

Eine minimale .env sieht so aus (vollständige Liste in templates/.env.example):

PROJECT_NAME=my-project
PROJECT_DESCRIPTION_ONE_LINE="Eine kurze Beschreibung was das Projekt tut."
DEPLOY_SSH_HOST=my-docker-vm
DEPLOY_SCRIPT=./infrastructure/deploy/deploy.sh
DESIGN_SOURCE_DIR=design-source
TEMPLATE_DIR=design-templates

Platzhalter ersetzen

Das CLAUDE.md.template nutzt bash-Style ${VAR_NAME}-Platzhalter. Einfachste Ersetzung auf Unix-artigen Systemen:

# Nach .env-Pflege ausführen:
set -a && source .env && set +a
envsubst < templates/CLAUDE.md.template > CLAUDE.md

(envsubst steckt im gettext-Paket der meisten Linux-Distros und ist auf macOS via Homebrew Standard.)

Für feinere Kontrolle oder Nicht-Unix-Umgebungen (Windows ohne WSL, PowerShell-only): Template manuell kopieren und Platzhalter per Hand ersetzen — oder ein kleines Replace-Skript in PowerShell, Node.js oder Python schreiben (~10 Zeilen).

Repo-Struktur

claude-code-workflow/
├── README.md                          # English
├── README.de.md                       # diese Datei
├── LICENSE                            # MIT
├── rules/                             # nach ~/.claude/rules/ kopieren
│   ├── code-quality-patterns.md
│   ├── file-size-limits.md
│   ├── skills-before-guessing.md
│   └── ui-component-libraries.md
├── methodology/                       # einmal lesen, verinnerlichen
│   ├── session-start-protocol.md
│   ├── session-end-protocol.md
│   ├── reality-check-pattern.md
│   ├── protected-paths-pattern.md
│   ├── write-protection-policies.md
│   └── stop-hook-pattern.md
├── templates/                         # neues Projekt bootstrappen
│   ├── CLAUDE.md.template
│   ├── .env.example
│   └── settings.example.json
├── docs/
│   ├── architecture.md                # wie die Schichten zusammenspielen
│   └── relationship-to-guardrails.md  # Aufteilung mit Schwester-Repo
└── skills/                            # 11 kuratierte Skills + README
    ├── README.md
    ├── create-agent/                  # Subagent-Gerüst erstellen
    ├── create-skill/                  # Skill-Gerüst erstellen
    ├── setup-claude-env/              # Stack erkennen + LSP/Rules/Hooks/Agents ergänzen
    ├── claude-features-update/        # Claude-Code-Feature-Nutzung auditieren
    ├── find-skills/                   # Skills via npx skills entdecken
    ├── session-end/                   # Archiv + schlanker Handoff + Commit
    ├── dokumentenaustausch/           # gemeinsamer Datei-Austausch-Ordner
    ├── projekt-audit-kundenplan/      # 6-Phasen Kunden-Projekt-Audit
    ├── owasp-security/                # OWASP Top 10 Präventions-Patterns
    ├── accessibility-a11y/            # WCAG a11y Richtlinien
    └── bulletproof-container/         # Container-Härtung + Vuln-Scan

Verhältnis zu claude-code-guardrails

Die beiden Repos sind Geschwister:

  • claude-code-guardrailsharte Schicht: PreToolUse-Bash-Hook + permissions.deny-Patterns. Install-and-forget-Schutz gegen rm, git rm, git restore, etc.
  • dieses Repoweiche Schicht: Methodik, Regeln, Templates. Prozess-Wissen, das verinnerlicht statt erzwungen wird.

Für die meisten User: beide installieren. Siehe docs/relationship-to-guardrails.md.

Skills (skills/)

11 kuratierte, generische Claude-Code-Skills aus echter Projekt-Nutzung, in vier Gruppen:

  • Setup & Discovery & Metacreate-agent, create-skill, setup-claude-env, claude-features-update, find-skills
  • Session-Disziplinsession-end, dokumentenaustausch
  • Audit & Kunden-Arbeitprojekt-audit-kundenplan
  • Sichere Arbeitsweiseowasp-security, accessibility-a11y, bulletproof-container

Siehe skills/README.md für Beschreibung jedes Skills und Installation. Komplett installieren mit cp -r skills/* ~/.claude/skills/ oder selektiv kopieren.

Projekt-spezifische Skills (Deploy-Skripte, kunden-spezifisches Tooling, interne CMS-Integrationen) und Tech-Stack-spezifische Skills (FastAPI, Astro, Tailwind etc.) sind nicht Teil dieses Repos — das gehört in private Projekt-Repos oder eigene Stack-spezifische Skill-Packs.

Lizenz

MIT — siehe LICENSE.

Mitarbeit

Das ist der öffentliche Auszug eines hauseigenen Workflows. Vorschläge und Korrekturen per Issue / PR sind willkommen. Projekt-spezifische Patterns, die nicht generalisieren, werden abgelehnt — generisch bleiben, klein bleiben.

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