Status (2026-08-03): bindend. Rechte-Policy (§0–§4, §6–§8); Änderung nur über eine neue Entscheidung. Ausnahme §5 „Open-Core-Absicherung“: die dort aufgezählte technische Gating-Oberfläche ist Ist-Stand und muss bei jeder Änderung an Admin-Gates auf Lese-Endpunkten, am Origin-Gate davor (
api/origin_gate.py,infra/cloudflare/), an den gitignorten Bench-Fixtures oder an committeten gerenderten Artefakten nachgezogen werden.
Begleitdokument zu architektur.md und
naming-und-setup.md. Hält fest, welches Quellmaterial
ins öffentliche Repo darf, was nicht, und wie auf Originale verwiesen
wird — damit beim Öffentlich-Machen nichts nachträglich aufgerollt
werden muss.
(Keine Rechtsberatung — Einordnung zur eigenen Entscheidung.)
Geschützt ist die Darstellung, nicht das Schriftsystem.
Die genormte Kurrent vor 1900 (Duktus, Allographe, Ligatur-Einheiten) ist ein historisches System und niemandes Eigentum. Geschützt ist immer nur die konkrete Ausgestaltung einer Quelle (die Zeichnungen eines modernen Lehrbuchs, ein bestimmter Scan, ein bestimmtes Vorlagenheft).
Daraus folgt die Trennung, die das ganze Dokument trägt:
| Status | Konsequenz | |
|---|---|---|
| Konkrete Tafeln/Zeichnungen/Satz einer Quelle | geschützter Ausdruck | nicht ins Repo |
| Das Kurrent-Formensystem als solches | historisch, gemeinfrei | frei modellierbar |
Eigene Darstellung des Systems (canonical) |
dein Copyright | Kern des Repos, frei lizenziert |
Diese Regeln gelten für jedes geschützte moderne Werk zur deutschen Schreibschrift — Lehrbücher, Übungshefte, Vereinsmaterial, Grafiken von Websites. Benannter Beispielfall ist Harald Süß, Deutsche Schreibschrift: das Lehrbuch, mit dem der Projektautor die Schrift gelernt hat — es taucht deshalb in Docs und Gesprächen oft als Referenz auf, und genau darum braucht es die klare Grenze.
- Tafeln, Glyphenzeichnungen und Satz eines solchen Werks = geschützter Ausdruck. Nicht ins Repo — auch nicht als daraus extrahierte oder abgezeichnete Glyphenbilder.
- Privat damit lernen und lokal dagegen fitten = Nutzung, nicht Verbreitung. Die Grenze ist der öffentliche Commit des fremden Ausdrucks, nicht das Lernen daraus.
- Verweis erlaubt und erwünscht: als bibliografische Referenz (Autor, Titel, Auflage) in README/Quellen/Docs — Fakten und Bibliografie sind frei. Kein Scan, kein Auszug, kein Reprint der Tafeln.
Handabschrift wäscht Urheberrecht nicht. Eine selbst geschriebene Seite, die erkennbar die Tafel eines bestimmten Lehrwerks ist (dessen Auswahl, Anordnung, stilistische Eigenheiten — nur mit der Hand nachgezogen), bleibt eine Kopie dieses Ausdrucks. Das Medium rettet nichts.
Die entscheidende Frage ist nicht „abgeschrieben ja/nein", sondern: bildest du die Norm ab oder die konkrete Fassung der Norm aus einem geschützten Werk?
- Einzelne Standardformen in eigener, natürlicher Hand, als die historische Norm geschrieben → deine Darstellung eines gemeinfreien Systems. Unkritisch, auch wenn es „wie eine Kurrent-Tabelle aussieht".
- Das spezifische Layout, die Variantenauswahl oder die Komposition eines Lehrwerks nachgebaut → fremder Ausdruck. Nicht ins Repo.
Praktische Absicherung: Formen gegen eine gemeinfreie Quelle (§6) gegenchecken, nicht gegen das moderne Lehrwerk. Damit ist nachweisbar, dass die Formen die geteilte Norm sind, die auch das Lehrwerk nur abbildet. Das Risiko skaliert mit dem Anteil fremder kreativer Entscheidungen, den du mitnimmst — isolierte historische Buchstabenformen sind nicht schützbar.
Uneingeschränkt:
- Das
canonicalDuktus-Template (§3 der Referenz) — deine eigene Autorenleistung: deine Darstellung eines gemeinfreien Systems. Nicht aus einer Quelle kopiert, sondern modelliert. - Eigenhändig geschriebene Vorlagen + deren Scans/Fotos (z. B.
lesen,dasaus §9). Dein Copyright → unter Repo-Lizenz freigebbar. - Abgeleitete Daten: Kontrollpunkte, Breitenprofile, Fit-Parameter, Statistik — sofern aus eigenhändigem oder gemeinfreiem Material.
Nur mit passender Lizenz:
- Historische Primärquellen vor ~1900, explizit als PD/CC0 freigegeben (z. B. Wikimedia Commons PD-Tafeln, offen lizenzierte Archivdigitalisate, gemeinfreie Vorlagenhefte 18./19. Jh., Hilmar Curas 1714).
Nie:
- Scans/Auszüge/abgezeichnete Tafeln aus urheberrechtlich geschützten Werken (Süß und vergleichbare moderne Lehrbücher).
Historisch konnte ein originalgetreuer Scan einer gemeinfreien 2D-Vorlage in Deutschland ein eigenes Leistungsschutzrecht des Digitalisierers tragen (§72 UrhG, ~50 Jahre; vgl. Reiss-Engelhorn- Museen, BGH 2018). Seit dem 07.06.2021 gilt §68 UrhG (Umsetzung Art. 14 DSM-RL): Vervielfältigungen gemeinfreier visueller Werke genießen keine verwandten Schutzrechte mehr — der originalgetreue Repro-Scan einer PD-Tafel ist damit selbst frei; Reiss-Engelhorn ist insoweit überholt. Rest-Vorsicht bleibt bei Alt-Digitalisaten (Streit um Vor-2021-Fälle) und bei nicht originalgetreuen Bearbeitungen (eigene Schöpfungshöhe möglich).
Deshalb in dieser Reihenfolge bevorzugen:
- Eigene Hand — eliminiert das Thema vollständig (empfohlen für den MVP, §8).
- Quelle explizit als PD/CC0 ausgezeichnet.
- Eigenes Foto eines gemeinfreien Originals (PD-Werk → dein Foto, du lizenzierst).
„Alt genug, also frei" greift zu kurz — die Freigabe des Digitalisats muss separat stimmen.
Originale werden referenziert, nicht reproduziert:
- Stabiler Link auf die Originalquelle (Archiv-Permalink, Commons-URL, Bibliografieeintrag), nicht die Datei im Repo.
- Lizenz der Quelle benennen (PD / CC0 / CC-BY … + Attribution wie gefordert).
- Bei eigener Hand: als solche kennzeichnen — das ist die stärkere README-Story („fitted against the author's own hand", inkl. GIF).
DATA_PROVENANCE.mdgetrennt von der MIT-Code-Lizenz. Pro Sample: Herkunft · Lizenz · Attribution · Datum.- Code: MIT (wie in Naming-Setup §3 entschieden).
- Daten/Samples: eigene Lizenzzeile je Eintrag — Code-Lizenz deckt Daten nicht automatisch ab.
LICENSEsagt diesen Geltungsbereich selbst (Autor-Entscheid 2026-09-03): ein kurzer Absatz ÜBER dem unveränderten MIT-Text — MIT deckt den Code,/data/ist je Quelle lizenziert, der gelernte Datensatz ist vorbehalten. Bis dahin stand der Vorbehalt nur in README-Prosa, währendLICENSEundCITATION.cffmaschinenlesbar „alles MIT" meldeten — und genau die werden automatisiert gelesen (GitHub-Lizenzerkennung, SPDX-Scanner, Zitations-Werkzeuge). Der MIT-Text bleibt unangetastet, damit GitHub weiter „MIT License" erkennt;CITATION.cffträgt zusätzlichlicense-urlauf ebendiese Datei.- Gebündelte Drittanbieter-Assets im Frontend (Fonts etc.): Eintrag in
app/THIRD_PARTY_NOTICES.md+ Lizenztext unterapp/public/fonts/(siehestyle-guide.md) — die dritte Lizenz-Oberfläche neben Code (MIT) und/data. - Faustregel vor jedem Commit: Ist das mein Ausdruck oder der einer geschützten Quelle? Im Zweifel → nicht committen, nur verlinken.
- Copyleft-Wortlisten als Serverdaten (Autor-Entscheid 2026-08-30):
Die Lesart-Seite braucht ein Wörterbuch, und die freien deutschen sind
Copyleft (igerman98: GPL 2/3; Wiktionary: CC BY-SA). Was die Lizenz
hergibt: Nutzung ohne Bedingungen, Pflichten erst bei Weitergabe der
Liste. „Nicht ins Repo, aber auf der Seite" ist dabei rechtlich kein
Unterschied — beides ist öffentlich; der Unterschied ist, was beim
Besucher ankommt. Darum: die Liste liegt nur in der geteilten DB
(
lesart_forms), geladen über die Admin-API, und der öffentliche EndpunktGET /lesarten?text=gibt je Anfrage eine Handvoll Wörter zurück, nie die Liste — keine Weitergabe, kein Bundle, kein Image- Inhalt. Der MIT-Code ist kein abgeleitetes Werk der Liste. Nicht gewählt: die Frequenzliste (Rechtekette unklar,frequencywords-2018/ SOURCE.md— Konsultationsquelle, „kein öffentlicher Endpunkt" bleibt) und NC-Listen (Leipzig, DeReWo, SUBTLEX — NC bleibt ausgeschlossen). Ablage: datenablage.md §1, Quelle:data/corpora/igerman98/SOURCE.md.
Dieses explizite Provenance-Handling ist zugleich das „ich kenne die Trade-offs"-Portfolio-Signal aus dem Naming-Doc.
Das README reserviert die gelernten Daten (autorierte Duktus- Templates, Laufformen, Vorkommens-Statistik — der DB-Inhalt) ausdrücklich außerhalb der MIT-Lizenz. Damit ein Repo-Klon nicht trotzdem „perfekt losschreiben" kann, gilt technisch:
-
Bench-Fixtures bleiben gitignored (
tools/glyphbench/fixtures/,tools/wordbench/fixtures/— sie enthalten die autorierten Templates; Regeneration braucht DB-Zugang). Ernte-Artefakte (laufform_*.json, Harvest-Reports) werden nie committet. -
Eine benannte Ausnahme: der Kringel-Katalog (
tools/tracebench/kringel_catalogue.json, seitsep06, Autor-Auftrag 2026-09-06). Er ist committet, obwohl er aus den gelernten Daten abgeleitet ist, weil er ein Erwartungs-Lineal ist und kein Bestand: je Buchstabe und je Schleife eine Größenklasse, ein Zustand, die Öffnungsweiten als Median/Min/Max und die Zahl der Vorkommen — 46 Zeilen für 27 Glyphen. Was ihn von einem Ernte-Artefakt trennt und die Ausnahme trägt: keine Geometrie (keine Anker, keine Mittellinien, keine Bahn), keine Vorkommens-ZEILEN (nur deren Anzahl je Schleife) und keine Wortprobe. Aus ihm lässt sich kein Buchstabe rekonstruieren und nichts nachschreiben; er sagt nur, welche Schleife offen bleiben MUSS. Ein Test hält die Grenze (tests/test_tracebench_kringel.py: keinanchors, keincenterlinein einer Zeile). Die Ausnahme gilt für diese Form und nur für sie — ein Katalog, der je Vorkommen eine Zeile trüge, fiele wieder unter die Regel darüber. -
Jeder API-Read, der den Bestand trägt, ist admin-gegatet — und die Trennlinie ist getestet.
tests/test_api_public_surface.pyklassifiziert JEDE GET-Route der API als öffentlich oder reserviert (eine Route in keiner der beiden Listen lässt den Test fallen), fordert für jede öffentliche eine Antwort ohne Berechtigung und für jede reservierte den 401 — seit 2026-08-28 ist das der eine Mechanismus, auf dem der Vorbehalt technisch ruht, denn die Crawler-Politik der Seite ist offen (crawler-richtlinie.md§2). Reserviert:GET /sources/{id}/templates/{glyph_key}(vollständiges Template inkl. Roh-Stylus-Pfad) und der ungecachte Stapel-ReadGET /sources/{id}/templates/quality→list[TemplateQualityOut](der gespeicherte Score direkt austemplates.trace_meta["quality"]überTemplateRepository.list_quality, per JSON-Index statt der dichtenpixel_anchors/half_widths_px— das ganze Alphabet in einer Anfrage, 0,145 s für 80 Zeilen gegenüber 0,44 s für EINE Glyphe über das nachrechnende/{glyph_key}/quality); seit 2026-08-28 zusätzlich die Vorkommen (/instances,/pair-instances,/word-instances— gemessene Fits über den autorierten Templates, der Referenzsatz der Tintenfolger-Kampagne), die Bbox-Zeilen (/bboxes,/bboxes/{key}— die Crop-Arbeit des Wizards, die keine Neuberechnung zurückbringt), die Paar-Overrides (/pairs,/pairs/{l}/{r}— autorierte Verbindungsgeometrie) und das Schreiberregister (/hands,/hands/{id}). Das Gate selbst (api.auth.require_admin) stempelt jede gegatete Antwort mitCache-Control: private, no-store— kein reservierter Read kann in einem geteilten Cache landen, und keine Route kann den Header vergessen. Öffentlich bleibt, was die öffentlichen Seiten brauchen: die Template-Summaries ohne Geometrie (/templates), die Verfügbarkeits-Flags (/bboxes/status), die PD-Tafel und ihre Crops (/chart,/bboxes/{key}/crop), die Wort-Specimens, deren Sidecar ohnehin im öffentlichen Repo liegt (/word-samples), die aus dem Repo geseedete Quiz-Wortbank und die/write-Renders. -
Die Statistik-Schicht liest ausschließlich admin-gegatet:
GET /hands/{hand_id}/aggregatesundGET /hands/{hand_id}/pair-aggregates(samt ihren…/rebuild-Endpunkten, v0.22.0) verlangenrequire_admin— ein Aggregat ist gelernte Geometrie und damit derselbe reservierte Bestand wie die autorierten Templates, auch wenn der Read nichts rendert. -
Der ganze Eigenhand-Zweig ist admin-gegatet, Lesen eingeschlossen:
/eigenhand/*— Bestand, Bögen, Layouts, das stehende Setup und seit Migration0025die STREIFENBILDER selbst (GET /eigenhand/strips/{hand}/{strip}/{fassung}, wahlweise auf ein Wort zugeschnitten). Ein Bestand ist das Inventar des reservierten Datensatzes, ein Streifen ist er selbst; die Bild-Antworten tragen zusätzlichCache-Control: private, no-store, damit sie in keinem geteilten Cache und auf keiner fremden Platte liegen bleiben. Ins Repo kommen sie nie (datenablage.md §1); ihr Master bleibt das private Archiv (eigenhand-erfassung.md §7.2, §8.1). -
Öffentliche
/write-Payloads sind bewusste Produkt-Oberfläche (die SPA rendert clientseitig): gerenderte Geometrie, unter dem README-Nutzungsvorbehalt + Cloudflare-Schutz. Die Seite selbst ist seit 2026-08-28 offen (ai-train=yes); die eine abweichende Zeile liegt auf dem API-Host:api.kurrentschrift.ink/robots.txt(api/routers/seo.py) erlaubt alles, trägt aberai-train=no, weil die komponierten Züge aus dem vorbehaltenen Bestand abgeleitet sind — abrufen und zitieren ja, Trainingsmaterial nein (crawler-richtlinie.md§2). Wer massenhaft abgreift, verletzt den Vorbehalt — das ist die rechtliche, nicht die technische Grenze. -
Bekannte, akzeptierte Ausnahme:
tests/fixtures/compose_golden.json.gzpinnt die Composer-Parität mit 11 gerenderten Wörtern. Die Datei enthält je Wort die Render-Payloads der benutzten Glyphen —anchors_template,half_widths_template,centerlines_template,outline_paths,template_guides,entry/exit_pt,advance—, zusammen 27 glyph_keys der Sütterlin-Grundvorlage (G M S a b c ch ck d e g h i k l longs n o r s t tz u ue v w z, gemessen 2026-09-02). Das ist strukturgleich mit der öffentlichen Antwort vonGET /sources/{id}/write/glyphsund geht damit nicht über die bewusst offene Produkt-Oberfläche hinaus — liegt aber, anders als jene, offline im Klon. Die frühere Beschreibung „keine Templates, nicht generalisierbar" war sachlich falsch und ist hier durch den gemessenen Stand ersetzt; die Entscheidung selbst bleibt unangetastet. Folgeaufgabe unverändert: das Golden auf synthetische Test-Templates umstellen, dann verschwindet auch das. -
Bekannte, akzeptierte Ausnahme in der ÖFFENTLICHEN HISTORIE (Entscheid des Autors 2026-09-02):
.design-sync/previews/_writtenGlyphData.ts— Blob4e02e1a7be720d34c3f161c17afe821a1032df1b, 32 219 Bytes, hinzugefügt am 2026-06-20 mit Commit84c6332(PR #108), am 2026-07-31 von PR #254 („Harden the open-core moat") nur aus HEAD entfernt, nie aus der Historie. Die Datei trägt die Diagnose-Payloads zweier Templates (eMedial,tMedialin der Vor-0017-Benennung) mitskeleton_polyline_px,half_widths_px,anchorsundoutline— also genau die Route, die heute als reserviert gepinnt ist. Das Repository ist seit 2026-05-19 öffentlich, der Blob damit in jedem Klon pergit show 84c6332:…lesbar.Warum angenommen und nicht gepurgt: Ein Purge (
git filter-repo+ Force-Push) schriebe die Historie eines ÖFFENTLICHENmainum und macht die Kopie trotzdem nicht ungeschehen — jeder bestehende Klon und jeder Fork behält sie, ein Purge senkt nur die Auffindbarkeit. Dem stünde der Preis gegenüber, dass jede fremde Kopie des Repos unbrauchbar wird. Inhaltlich geht es um zwei von rund 80 Glyphen in einer längst überholten Geometrie. Die rechtliche Schranke bleibt unverändert der Vorbehalt im README („License") — der gilt unabhängig davon, ob Bytes irgendwo abrufbar sind; technisch verhindert wird nur die WIEDERHOLUNG. -
Ebenfalls angenommen (Entscheid des Autors 2026-09-03, dieselbe Begründung wie oben): die handnachgefahrenen Kanonischen des ersten Prototyps aus der Zeit vor der Datenbank, hinzugefügt am 2026-05-20 mit Commit
4dc98c7, aus HEAD verschwunden am 2026-05-22 mit9365b65(Umzug/mvp/→/core/+ Postgres). Der Entscheid gilt den drei DATEIENe-medial_v0.json,s-final_v0.json,s-medial_v0.jsonund damit allen ihren Fassungen — je vier Revisionen, zusammen zwölf Blobs. Namentlich per Hash gepinnt sind sie intests/test_reserved_history.py; dort steht die maßgebliche Liste, nicht hier, damit die beiden nicht auseinanderlaufen können.Das Audit vom 2026-09-02 hatte sie als „0,9–1,1 KB große Hand-Seeds" beiseitegelegt; nachgemessen reichen sie bis über 50 KB mit je 50
pixel_anchorsundhalf_widths_px— dieselbe Klasse autorierter Geometrie wie der Blob darüber, kein Stummel. Aufgefallen ist die Fehlangabe erst, als das Nachweis-Netz unten sie als INHALT statt als Dateigröße prüfte; und die vier Revisionen je Datei wurden erst sichtbar, als es den Zahlenlauf schlüsselnah statt global suchte.Das Nachweis-Netz dazu ist
tests/test_reserved_history.py: Es geht alle je committeten Blobs außerhalb der Code-Bäume durch und meldet jeden, der einen Render-Payload trägt (Payload-Schlüssel plus einen Zahlenlauf DIREKT dahinter — eine bloße Erwähnung des Feldnamens in Prosa oder in einem Generator-Skript ist ausdrücklich erlaubt). Schlüsselnah (Umkreis 300 Bytes) statt global, und die Mindest-Zahlenzahl steht je Schlüssel, weil die Schemata sich unterscheiden:InstanceItem.anchorshatmin_length4, also acht Koordinaten, während einWordInstanceItem.strokesschon mit einem Zwei-Punkt-Zug schema-gültig ist — vier Zahlen. Zwischen zwei Einträgen brechen JSON-Schlüssel jeden längeren Lauf, deshalb ließe eine globale 40-Zahlen-Schwelle kleine Vorkommens-Dumps durch, während sie behauptet, sie abzudecken. Die Schlüsselliste deckt auch die Render-Geometrie mit ab (silhouette_px,outline_polygon(s),fitted_outline_pxauscore/pipeline.pyundcore/fit.py). Die oben genannten Blobs sind per Hash gepinnt, alles andere lässt den Test rot werden. Gepinnt wird per Blob-Hash und nicht per Pfad: Eine Pfad-Ausnahme ließe einen NEUEN Dump unter demselben Pfad durch — genau den Fall, den das Netz verhindern soll. Der Zahlenlauf erlaubt ausdrücklich auch Klammern zwischen den Zahlen, denn dichte Geometrie steht ebenso oft verschachtelt (anchors_template: [[x, y], …]) wie flach; ein reines Komma-Muster bräche an jedem],[und ließe einen Dump aus lauter Koordinatenpaaren durch.data/wird mitgeprüft und ist ausdrücklich KEIN Code-Baum — dort läge eine autorierte Payload am naheliegendsten. Die Schlüsselliste ist Feld für Feld gegenapi/schemas.pydurchgegangen und deckt ALLE hier vorbehaltenen Wire-Formen ab, nicht nur die Tafel-Templates: Templates und ihre Renders (skeleton_polyline,anchors*,half_widths*,centerlines*,outline_paths,outline_polygon,silhouette_px,fitted_outline_px), die Glyphen- und Wort-Vorkommen (anchors,half_widths,strokes), die Paar-Overrides und Paar-Vorkommen (connectorausPairGeometry, das auchPairInstanceItem.geometryträgt), die Aggregate (cluster_center,laufform_anchors,offset_center) und die Bbox-Autorenarbeit (pointsder Masken-Striche,slant_xsder Schräglagen-Linien) — gemessen ohne einen einzigen Fehlalarm über die gesamte Historie. Und der Test überspringt sich nicht selbst: nur ein fehlendesgit(oder ein flacher Klon) gilt als „hier nicht prüfbar", jeder Fehler vonrev-list/cat-filemacht ihn rot — ein Wächter, der bei eigenen Fehlern schweigt, hielte CI grün, ohne je hingesehen zu haben. -
Seit 2026-09-02 liegt eine Schicht DAVOR: das Origin-Geheimnis. Alle bisherigen Punkte beschreiben, was die API einem Aufrufer antwortet. Sie galten aber nur, solange man die API überhaupt nur über den Edge erreicht — und beide Cloud-Run-Dienste stehen mit
ingress=allim Netz, die rohe*.run.app-Adresse antwortete also an Cloudflare vorbei: ohne Rate-Limiting-Regel, ohne WAF, ohne Cache. Eine Transform-Rule stempelt jetztX-Origin-Secretauf jeden Request, den Cloudflare fürapi.kurrentschrift.inkweiterreicht (der Apex-Worker vor dem Admin-Weg stempelt selbst — ein Worker-Subrequest umgeht die Regeln der eigenen Zone,infra/cloudflare/), undapi/origin_gate.pybeantwortet alles andere mit 403 — vor dem Limiter, vorrequire_admin, vor jeder DB-Abfrage. Das ändert an der öffentlich/reserviert-Trennung NICHTS (der Header sagt nur „durch die Vordertür", nicht wer da kommt); es sorgt dafür, dass die Trennung überhaupt an der einzigen Stelle greift, an der sie gemessen wird. Ausgenommen bleiben/health(sonst schlägt jeder Deploy- Smoke geschlossen fehl, er probt dierun.app-Tag-URL) und/seo-proxy/…(Crawler-Pfad; Details und Rollout infrontend-stack.md§5). Ohne gesetzteORIGIN_SECRET-Env ist die Prüfung aus — das ist der Rollback. -
Ein öffentlicher Datensatz entsteht nur als bewusster Ziel-7-Release (architektur.md §17, eigene Lizenz, Zenodo) — nie implizit über Repo oder API.
Variante 0 (Basis aller ersten Tests): Loth 1866. „Deutsche Kurrentschrift"-Tafel aus Der Damen-Briefsteller, 1866 (zugeschr. Johann Thomas Loth), Wikimedia Commons.
- Bevorzugt die SVG-Fassung (
File:Deutsche_Kurrentschrift.svg): eine Neuzeichnung, kein originalgetreues Reproduktionsfoto → der §72-Stolperstein (§3) greift konzeptionell nicht; die Nachzeichnung ist vom Vektorisierer ohne eigenen Rechtsvorbehalt unter PD-Kennzeichnung publiziert und erreicht als originalgetreue Vektorisierung keine eigene Schöpfungshöhe. Original 1866 gemeinfrei → committen und auf der Website zeigen erlaubt (mit Attribution). Das ebenfalls committetechart.jpg(Pipeline-Input) ist die Commons-Reproduktion desselben PD-Originals — seit §68 UrhG ohne eigenes Reproduktionsschutzrecht (§3). - Inhaltlich passend: enthält Alphabet, Umlaute und die Ligatur-Einheiten (ch, ck, th, sch, sz, st) → überschneidet sich weitgehend mit dem „geschlossenen Satz" aus Referenz §4 (sz ≙ ß, st ≙ ſt; tz und qu fehlen auf der Tafel und brauchen eine andere PD-Referenz oder eigene Autorenleistung). 1866 liegt in der Normform- Scheibe (Naming-Setup §1).
- Wichtig: Die Tafel liefert nur Geometrie, keinen Duktus (Strichreihenfolge/Absetzpunkte). Das ist die §2-Aufteilung der Referenz — der Duktus-Prior ist deine Eigenleistung über dieser PD-Geometrie, nicht aus dem Bild ableitbar.
Reserve / Vergleichshände:
- Das Buch der Schrift, Karl Faulmann, 1880 — hochaufgelöste PD-Scans auf Commons; zweite Vergleichshand.
- Keferstein-Tafeln (Commons) — Kurrent nach Wortposition
(initial/medial/final) getrennt → direkt für die
position-Achse aus Referenz §3, falls gegen PD validiert werden soll.
Jede genutzte Quelle erhält einen SOURCE.md-Eintrag (Permalink,
Lizenz, Attribution, Abrufdatum) — siehe separates Repo-Layout-Dokument.
Dritte Quellenkategorie neben „PD-Tafel" und „eigene Hand". Liefert viele Instanzen pro Glyph → Statistik-Schicht (Referenz §6). Andere Lizenzform: kein PD, sondern je Teilkorpus eigene CC-Lizenz, Bildrechte teils separat vom Transkriptionsrecht.
Primär: Zenodo „HTR Set German Kurrent 19th c." (DOI 10.5281/zenodo.17252677, Myriam Gantner, TU Wien, v1.0.0). 9.317 Zeilen, PNG + PageXML. Gemischte Lizenz:
- Deutsches-Textarchiv-Anteil: CC BY 4.0 (frei, auch kommerziell, nur Attribution).
- Digitale-Schriftkunde-Anteil: Bilder CC0, Transkriptionen CC BY-NC-SA 4.0.
- Senatsprotokoll-Anteil (
ubtue/Ground-Truth): Lizenz separat im Quell-Repo prüfen — nicht auf der Zenodo-Seite genannt.
Zwei harte Regeln daraus:
- Skript-Download ≠ lizenzfrei. Per Skript vom Permalink laden statt zu vendorn ist gute Praxis (Größe, gepinnte DOI-Version, reproduzierbare Provenienz) — ändert aber keine Lizenzpflicht. Nutzung ist Nutzung, egal wo die Bytes liegen. Gleiches Prinzip wie §1 (Mechanismus wäscht keine Rechte).
- NC-SA kollidiert mit MIT. Was zu einem committeten Repo-Artefakt wird (extrahierte Statistik), darf nur aus dem CC-BY-4.0- und CC0-Anteil stammen. Der NC-SA-Teil bleibt lokal / look-only und speist keine committeten Outputs — sonst Widerspruch zur MIT-Code-Lizenz (NC verbietet, was MIT erlaubt; SA zwingt Fremdlizenz auf).
Graubereich (keine Rechtsberatung): reine statistische Maße sind eher Messung/Faktum als kreatives Derivat; das verarbeitete Material (Bild + Transkription) ist aber lizenziert. Risiko sitzt ganz im NC-SA-Subkorpus → dort Vorsicht, beim CC-BY-Teil unkritisch mit Attribution.
Multi-Hand-Hinweis: Korpus = viele Hände. Statistik (§6) pro Hand/Dokument rechnen, nicht über alle Hände mitteln — sonst mischt Varianten-Differenz (Konsistenz-Prior, Referenz §7) in die Per-Instanz-Streuung.
- §72 UrhG (Lichtbilder) / Urteil Reiss-Engelhorn-Museen (BGH 2018) zur Schutzfähigkeit originalgetreuer Reproduktionsfotos.
- Wikimedia Commons: Lizenz-/PD-Kennzeichnung pro Datei maßgeblich. Loth-1866-Tafel dort als PD-old / Public Domain Mark 1.0.
- Hilmar Curas, preußische Normschrift 1714 — gemeinfrei (vgl. Naming-Setup §1).
- Zenodo DOI 10.5281/zenodo.17252677 — Lizenz laut Datensatz: CC BY 4.0 (DTA-Teil) bzw. CC BY-NC-SA 4.0 (Digitale-Schriftkunde- Transkriptionen) bzw. CC0 (deren Bilder).
- CC BY 4.0 / CC BY-NC-SA 4.0 / CC0 Lizenztexte — creativecommons.org.